zwei Kinder sitzen in der Sonne vor einem Fenster und schauen raus
KI-generiert

Kindersicherung für Fenster:

Welche Lösung schützt am besten?

Fenster und Türenexperte bei WERU
Gerald Schmidt Fenster- und Türenexperte der WERU GmbH
veröffentlich am 30.10.2025 zuletzt aktualisiert am 03.12.2025
über den Autor

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt: Kinder sind neugierig, klettern auf Möbel und können Fenstergriffe oft früher bedienen als erwartet. Eine passende Kindersicherung verhindert, dass sich Fenster unbemerkt öffnen lassen, und erhöht die Sicherheit im stressigen Alltag von Eltern. Welche Lösungen es gibt und worauf Sie bei Auswahl und Montage achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Kindersicherungen für Fenster im Überblick

 

In dieser Tabelle sehen Sie auf einen Blick, welche Lösungen es gibt, um Fenster für Kinder sicherer zu gestalten. Wie die einzelnen Systeme genau funktionieren, klären wir direkt danach.

Lösung Funktionen
Fenstergriff mit Druckknopf Verhindert einfaches Öffnen des Fensters, mit einer Hand bedienbar, meist einfach nachrüstbar
Abschließbarer Fenstergriff Verhindert öffnen des Fensters ohne Schlüssel, zusätzlicher Einbruchschutz
Magnetischer Öffnungsmelder Sendet beim Öffnen eine Benachrichtigung über das Smart-Home-System
Sicherheitsglas Senkt das Verletzungsrisiko bei Glasbruch
Absturzsicherung Schützt bei geöffnetem Fenster vor einem Absturz, relevant für bodentiefe Fenster

Warum eine Kindersicherung für Fenster? Ich passe doch auf.

 

Keine Kindersicherung kann die Aufsichtspflicht ersetzen. Doch auch aufmerksame Eltern können ihr Kind nicht jede Sekunde im Blick behalten. Wenn das Telefon klingelt, das Essen kocht oder ein Geschwisterkind Hilfe braucht, entstehen ganz schnell unbeobachtete Momente.

Genau dann schafft die Kindersicherung eine zusätzliche Schutzebene und verhindert, dass ein Kind ein Fenster unbemerkt oder unbeabsichtigt öffnet. Besonders wichtig ist sie leicht erreichbaren Fenstergriffen, bei bodentiefen Fenstern, sowie in Räumen, in denen Möbel als Kletterhilfe dienen können.

 

Der Fenstergriff als Kindersicherung

 

Gesicherte Fenstergriffe verhindern, dass Kinder ein Fenster ohne Weiteres öffnen können. Sie lassen sich meist unkompliziert nachrüsten und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Welche Variante geeignet ist, hängt vor allem vom gewünschten Bedienkomfort ab.

Fenstergriff mit Druckknopf: die ideale Kindersicherung für Fenster

Der Fenstergriff bzw. das Fensterschloss mit Druckknopf zählt zu den beliebtesten Kindersicherungen für Fenster. Beim Drehen des Griffs muss gleichzeitig der Druckknopf betätigt werden, um das Fenster zu öffnen.

Erwachsene können diesen Mechanismus bequem mit einer Hand auslösen, während kleinen Kindern meist die Geschicklichkeit und Kraft dafür fehlt. Das Fenster lässt sich weiterhin kippen, ohne die Sicherung vollständig zu entriegeln.

 

Abschließbarer Fenstergriff

Ein abschließbarer Fenstergriff bietet noch mehr Sicherheit, denn es lässt sich nur mit dem passenden Schlüssel öffnen. Das setzt aber voraus, dass der Schlüssel sicher aufbewahrt wird und im Alltag schnell griffbereit ist. Auch hier kann das Fenster problemlos gekippt werden. Der Schlüssel bietet zusätzlichen Einbruchschutz für Fenster, sollte die Scheibe eingeschlagen werden.

 

Info: Kann man einen Fenstergriff selbst austauschen?

 

Standard-Fenstergriffe (mit 43 mm Schraubenabstand und 7 mm starkem Vierkantstift) lassen sich meist problemlos selbst austauschen:

  1. Abdeckplatte am Griff drehen
  2. Schrauben lösen
  3. Alten Griff abziehen
  4. Neuen Griff einsetzen
  5. Schrauben festziehen
  6. Funktion sorgfältig prüfen

 

Handelt es sich nicht um ein Standard-Modell (z. B. bei alten Fenstern oder bei Hebeschiebetüren) sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.

Magnetischer Öffnungsmelder: die elektronische Kindersicherung für Fenster

In Kombination mit Ihrem Smart-Home-System behalten Sie Ihre Fenster mit einem magnetischen Öffnungsmelder jederzeit im Blick – egal, in welchem Raum Sie sich gerade aufhalten. Entsprechend eingestellt, informiert Sie der Sensor per Push-Nachricht, sobald sich ein Fenster öffnet


Da der Melder das Öffnen selbst nicht verhindert, eignet er sich vor allem als Ergänzung zu einer mechanischen Kindersicherung.

Wie sinnvoll ist Sicherheitsglas als Kindersicherung für Fenster?

 

Sicherheitsglas kann das Verletzungsrisiko senken, wenn Kinder gegen eine Scheibe stoßen oder sie beim Spielen beschädigt wird. Einscheibensicherheitsglas (ESG-Glas) zerfällt bei einem Bruch in kleine, weniger scharfkantige Stücke, während Verbundsicherheitsglas (VSG-Glas) durch eine Folie zusammengehalten wird. Es verhindert jedoch nicht, dass ein Kind das Fenster öffnet. Deshalb ist Sicherheitsglas eine sinnvolle Ergänzung, ersetzt aber keine Sicherung am Fenstergriff.

In vielen Bereichen ist dieser Schutz sogar gesetzlich vorgeschrieben – gemäß der Vorgaben der einzelnen Bundesländer und durch die Norm DIN 18008:

  • Absturzsichernde Verglasungen: Wenn bodentiefe Fenster in oberen Etagen nicht durch ein Geländer geschützt sind, ist Verbundsicherheitsglas (VSG) wegen seiner Resttragfähigkeit Pflicht.
  • Gefahrenbereiche unter 80 cm Höhe: Liegt die verglaste Fläche unter einer Brüstungshöhe von 80 cm (also unterhalb des Körperschwerpunkts eines Erwachsenen), muss die zugängliche Seite aus Sicherheitsglas bestehen.

 

Wann brauche ich eine zusätzliche Absturzsicherung?

Eine zusätzliche Absturzsicherung ist bei bodentiefen Fenstern oder niedrigen Brüstungen in oberen Etagen gesetzlich vorgeschrieben. Sobald eine potenzielle Absturzgefahr nach außen besteht, greifen die strengen Bauvorschriften der Bundesländer. Umgesetzt wird dieser Pflichtschutz beispielsweise durch Geländer, französische Balkone oder absturzsichernde Verglasungen. Eine Kindersicherung am Griff können diese baulichen Schutzmaßnahmen nicht ersetzen.

 

Sicherheit beginnt bei der Qualität des Fensters

Egal, für welche Kindersicherung Sie sich entscheiden: Die wichtigste Basis ist immer das Fenster selbst. Deshalb fertigen wir unsere Fenster im thüringischen Triptis mit hochstabilen Rahmen, erstklassigen Sicherheitsbeschlägen und durchdachten Systemlösungen. So werden Fenster kindersicher – mit der richtigen Kombination aus einem hochwertigen Fenster und zusätzlicher Kindersicherung.

 

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Häufige Fragen rund um die Kindersicherung für Fenster

 

Was ist die beste Kindersicherung für Fenster?

Wenn Ihnen ein hoher Bedienkomfort wichtig ist, sind verriegelbare Fenstergriffe mit Druckknopf eine beliebte Lösung: Sie lassen sich bequem mit nur einer Hand öffnen und bieten trotzdem einen guten Schutz vor unbeabsichtigtem Öffnen durch kleine Kinder.

Sollen die Fenster zusätzlich vor Einbrüchen geschützt werden, bieten abschließbare Griffe eine bewährte Alternative. Unabhängig vom Griff-System gilt jedoch: Die Basis für echte Sicherheit ist die hohe Gesamtqualität des Fensters – eine Stärke, die für Premium-Hersteller wie Weru spricht.

Wie entferne ich die Kindersicherung vom Fenster?

Nachgerüstete Fenstergriffe lassen sich meist wieder abschrauben und durch einen Standardgriff ersetzen. Bei aufgeklebten oder zusätzlich montierten Sicherungen sollten Sie darauf achten, Rahmen und Beschläge nicht zu beschädigen. Im Zweifel hilft ein Fachbetrieb weiter.

 

Kann ich ein Fenster mit Kindersicherung abschließen?

Das kommt auf die Ausführung der Kindersicherung an. Fenster, die durch einen abschließbaren Griff mit Schlüssel abgesichert sind, lassen sich abschließen. Fenster, die per Druckknopf am Griff verriegeln, lassen sich nicht zusätzlich mit Schlüssel abschließen. Jeder, der den Druckknopf drücken und gleichzeitig den Griff drehen kann, kann das Fenster öffnen. Kleinen Kindern fehlt aber oft die Kraft und Geschicklichkeit für diesen Mechanismus.

 

Kann ich ein Fenster mit Kindersicherung kippen?

Bei gängigen Kindersicherungen per Fenstergriff bleibt die Kippfunktion erhalten. Fenstergriffe mit Druckknopf oder Schlüssel können meist so eingestellt werden, dass sich das Fenster kippen lässt. Achten Sie dabei auf die Angaben des Herstellers.

Bis wann braucht man eine Kindersicherung am Fenster?

Grundsätzlich gibt es keine feste Altersgrenze, weil sich Kinder unterschiedlich entwickeln. Oft reicht der besonders kritische Zeitraum vom Krabbelalter bis zum Schuleintritt. Danach begreifen viele Kinder die Konsequenzen und Gefahren eines Sturzes. Entscheidend ist auch, dass Ihr Kind Absprachen absolut verlässlich einhält.

 

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