Lüftung
Richtig lüften: querlüften, stoßlüften oder Fenster kippen?

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Die gute Nachricht zuerst: Richtig lüften ist keine Raketen-Wissenschaft. Mit ein paar einfachen Regeln und ein paar Minuten Zeit können Sie jeden Tag dafür sorgen, dass in Ihren vier Wänden keine dicke Luft herrscht. Oder sich Schimmel ausbreitet. Versprochen.

Unser kleiner Kurs zum richtigen Lüften startet mit den Grundlagen – den Methoden, mit denen Sie für den Luftaustausch sorgen können:

Platz 1: das Querlüften

Um aufs Siegertreppchen beim richtig lüften zu kommen, sollten Sie querlüften: Öffnen Sie alle Fenster und Türen in dem Zimmer, das Sie richtig lüften wollen. Oder noch besser in Ihrer gesamten Wohnung.

 

  • So lange sollten Sie querlüften (Fenster und Zimmertür offen):

    Winter: 2 bis 4 Minuten
    Sommer: 12 bis 20 Minuten
    Frühling und Herbst: 4 bis 10 Minuten

Doch bitte beachten Sie: Wenn Sie die Zimmertür anlehnen ODER das Fenster kippen, dauert der Luftaustausch schon erheblich länger.

Platz 2: das Stoßlüften

Um 2. Sieger in Sachen effizientes Lüften zu werden, öffnen Sie alle Fenster im Raum, halten aber die Zimmertür geschlossen.

  • So lange sollten Sie stoßlüften (Fenster offen, Zimmertür zu):

    Winter: 4 bis 6 Minuten
    Sommer: 25 bis 30 Minuten
    Frühling und Herbst: 8 bis 15 Minuten

Obacht: Wenn Sie das Fenster nur kippen – Sie ahnen es bereits –, dauert es sehr viel länger, bis die Luft in Ihrem Raum ausgetauscht ist.

Letzter Platz: das gekippte Fenster

Auf dem letzten Platz der Lüftungschampions landen Sie, wenn Sie das Fenster lediglich kippen und die Zimmertür geschlossen halten. Denn im Winter müssten Sie mit dieser Methode zwischen 30 und 75 Minuten lüften, bis die Luft im Raum ausgetauscht ist!

Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, bis dahin ist Ihr Raum komplett ausgekühlt, und Sie haben viel teure Heizenergie zum sprichwörtlichen Fenster rausgeworfen. Über Umweltschutz müssen wir bei dieser Lüftungsmethode gar nicht erst reden, oder?

Regelmäßig lüften – warum eigentlich?

3 Gründe für regelmäßiges Lüften im 4-Personen Haushalt

Stellen Sie sich bitte eine vierköpfige Familie vor: Eltern, zwei Kinder. Da kommt ganz schon was zusammen an Luftfeuchtigkeit. Und mit der erhöhten Luftfeuchtigkeit geht eine erhöhte Gefahr in Sachen Schimmelbildung einher!

 

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... eine vierköpfige Familie pro Tag einfach nur durch ihre Anwesenheit etwa 12 Liter Feuchtigkeit in die Raumluft abgibt?

    Ja, Sie haben ganz richtig gelesen: Sogar im Schlaf erzeugt jedes Familienmitglied pro Stunde zwischen 40 und 50 Gramm Feuchtigkeit. Dazu sind nicht mal wilde Träume nötig!
  • ... eine Stunde Duschen 2.600 Gramm Wasserdampf erzeugt?

    Da bleiben bei 4 Personen nur 15 Minuten Duschzeit pro Tag! Hoffentlich gehören keine Teenager zu Ihrem Haushalt. Denn dann reicht diese Zeit garantiert nicht ;-)
  • ... beim Kochen pro Stunde 600 bis 1.500 Gramm Feuchtigkeit in die Raumluft abgegeben werden?

    Menschen, die Brillen tragen, merken das sofort, wenn sie eine Küche betreten, in der gerade Nudeln auf dem Herd stehen … und in einem Haushalt mit Kindern wird viel gekocht!

Hui, diese Beispiele zeigen deutlich, wie viel Luftfeuchtigkeit wir Menschen jeden Tag in unseren Räumen produzieren. Und da sind Wäsche trocknen oder Ihre geliebten Pflanzen noch nicht mal eingerechnet.


Doch was hilft gegen so viel Feuchtigkeit in der Raumluft? Und beugt Schimmelbildung vor? Genau: Richtig und konsequent lüften.

Richtig lüften – wie oft am Tag?

Sie lüften also quer im Idealfall – oder stoßlüften, wenn‘s nicht anders geht. Und die Lüftungsdauer passen Sie an die jeweilige Jahreszeit an, ist klar.


Doch wie oft am Tag sollten Sie dieses Prozedere wiederholen? Die Wissenschaft sagt:


Drei- bis viermal am Tag.


Ja, das ist viel. Ja, das macht Arbeit. Und ja, wenn in Ihrem Haushalt nur Menschen leben, die tagsüber nicht zu Hause sind, kommen Sie an Werktagen vielleicht auch mit zweimal täglich Querlüften aus, um die Bildung von Schimmel zu vermeiden. Ansonsten gilt die Empfehlung, drei- bis viermal am Tag alle Fenster und Türen zu öffnen – für mehrere Minuten im Winter und bis zu einer halben Stunde im Sommer.

Diese Lüftungsempfehlungen gelten für Neu- und Altbauten, für Häuser mit neuen, energieeffizienten Fenstern und auch für Häuser mit älteren Fenstern. Eins ist für alle gleich: Stoßlüften passend zur Jahreszeit verhindert nicht nur Schimmelbildung, sondern spart in jedem Gebäude viel Heizenergie – und schont damit Ihren Geldbeutel.

Apropos Energie: Wie alt sind eigentlich Ihre Fenster?

Jetzt Fenster austauschen und dicke Förderung kassieren!

Sie haben eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus? Ab 1.1.2021 gilt die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“, kurz BEG. Mit diesem neuen Förderprogramm können Sie beim Austausch Ihrer alten Fenster und Balkontüren von satten Zuschüssen von bis zu 20 % profitieren – wenn Sie bis zu


60.000 € brutto pro Wohneinheit investieren!

Toll ist auch, dass Sie diese Förderung für neue, energieeffiziente Fenster schon ab einer Investition von 2.000 Euro beantragen können.

EXTRATIPP: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus

Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt in Wohnräumen bei einer Zimmertemperatur von etwa + 20 Grad zwischen 40 und 50 %. In Küche und Bad darf es auch mal rauf gehen bis 60 oder sogar über 70 %. Dann sollten Sie aber schnell lüften, damit Schimmel gar nicht erst entsteht!

Am besten kaufen Sie Hygrometer – für jeden Raum eins. Die kleinen Luftfeuchtigkeits-Messgeräte kosten nur wenige Euro. Und sorgen dafür, dass Sie immer genau wissen, wann die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen zu hoch ist und Sie querlüften sollten.

Mit der BEG in 5 Schritten zu neuen Fenstern

Wenn Sie Ihre eigenen vier Wände modernisieren UND ein fettes Fördersümmchen einstreichen möchten, gehen Sie am besten so vor:

  1. Nehmen Sie Kontakt zu einem gelisteten Energieberater auf – er unterstützt Sie bei der technischen Beschreibung Ihres Projekts und rechnet die Zuschusshöhe aus.
  2. Stellen Sie online Ihren Förderantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) – weitere Informationen, Merkblätter und Links zur Förderung finden Sie auf der Website des BAFA.
  3. Lassen Sie die Fenster austauschen – für die Umsetzung haben Sie ab Zustellung des Zuwendungsbescheids 24 Monate Zeit.
  4. Wenden Sie sich wieder an Ihren Energieberater – er überprüft Ihre Umbaumaßnahme und stellt Ihnen einen technischen Projektnachweis (TPN) aus.
  5. Rufen Sie Ihren Zuschuss ab – reichen Sie den TPN bei der BAFA ein und freuen Sie sich über Ihre neuen energieeffizienten Fenster sowie ein fettes Förderungssümmchen. Achtung: Für Schritt 5 haben Sie 6 Monate Zeit.


Förderfähig sind Fenster, Balkon- und Terrassentüren ab einem Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,95 W/(m²K). Für neue Fenster mit einem erhöhten Einbruchsschutz (RC2) gilt ein U-Wert von maximal 1,1 W/(m²K). Haustüren müssen einen Ud-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) aufweisen.

 

 

Neue Fenster – worauf Sie achten sollten

Neue Fenster werten jedes Gebäude auf – und schonen Umwelt sowie Ihren Geldbeutel. Doch gefallen sollten Ihnen die neuen Fenster natürlich auch! Und auch zu Ihrem Lebensstil und Ihren Bedürfnissen sollten sie passen. Sehen Sie also bei Fenstersuche ganz genau hin und achten Sie nicht nur auf den U-Wert.


Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte für den Fensterkauf zusammengestellt:

  • Helligkeit – es werde Licht!
    Lassen die Fenster mit großen Glasflächen und einem schlanken Rahmen genug Licht in Ihre Wohnräume?
  • Komfort und Technik – heute schon an Morgen denken
    Wurden beim Bau der Fenster robuste Hightech-Materialien verwendet? Haben sie einfach zu reinigende Falzbereiche? Ist Barrierefreiheit für Sie wichtig?
  • Sicherheit – Einbrechern das Leben schwer machen
    Verfügen die Fenster über stabile Profile und Beschläge, abschließbare Griffe und ein spezielles Glas?
  • Design – Fenster als Gestaltungselement
    Passen die modernen Fenster in Material und Farbe perfekt zu Ihrem Gebäude? Wahlweise harmonisch oder als farbiger Kontrast?
  • Smart Home – das digitale Zuhause
    Möchten Sie in einem smarten, äußerst bequemen Zuhause leben? Mit programmierbaren Rollläden, Unwetterwarnern und Öffnungsmeldern an den Fenstern?


Wenn Sie diese Punkte beim Kauf Ihrer neuen Fenster beachten, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Sie sehen: Mit neuen Fenstern müssen Sie zwar nicht weniger lüften, können aber ganz viel Energie sparen, die Umwelt schonen und kommen auch noch in den Genuss toller Förderprogramme.


Und? Wann gehts bei Ihnen mit dem Austausch der Fenster los?

Attraktive Zuschüsse und Kredite für Bauherrinnen und Bauherren

Sie bauen gerade? Dann können Sie über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den zinsgünstigen KfW-Kredit 153 beantragen – ab 0,75 % Sollzins pro Jahr für bis zu 120.000 Euro. Dann erhalten Sie bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus einen Tilgungszuschuss von bis zu 25 % Ihrer Investitionssumme – also maximal 30.000 Euro. Zusätzlich können Sie sich noch während der Bauphase von einem Experten für Energieeffizienz begleiten lassen. Denn hier gibt die KfW noch mal bis zu 4.000 Euro extra dazu.

 

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