Ein exakter Strukturverlauf über mehrere Glaselemente hinweg kann nicht garantiert werden. Bei den meisten Ornamentmustern spielt diese Deckungsgleichheit jedoch eine untergeordnete Rolle, da sie optisch nicht stark ins Gewicht fällt. Bei Mustern mit klar erkennbarer Richtung – etwa parallel verlaufenden Linien – ist es möglich, bei Zuschnitt und Montage auf einen stimmigen Verlauf über mehrere Elemente hinweg zu achten. Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige Planung und Abstimmung.
Einscheibensicherheitsglas (ESG) bietet im Vergleich zu herkömmlichem Glas eine deutlich höhere Schlag-, Biege- und Temperaturwechselbeständigkeit. Deshalb sollte ESG auch bei Ornamentglas immer dann eingesetzt werden, wenn besondere mechanische oder thermische Belastungen zu erwarten sind (zum Beispiel bei Regalböden oder Glastischen) oder schlichtweg aus Sicherheitsgründen (bei Trennwänden, Türen und Fenstern). Da es bei Bruch in stumpfkantige Krümel zerfällt, bietet es eine höhere Sicherheit als Standardglas.
Für Überkopfverglasungen – etwa bei Vordächern oder Glasdächern ist klassisches Ornamentglas nicht geeignet, auch nicht in Kombination mit Einscheibensicherheitsglas (ESG). In solchen Fällen ist Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben, das aber ebenfalls in Sichtschutzausführung erhältlich ist – zum Beispiel als Variante mit ESG-Ornamentglasscheiben.
Ornamentglas ist nicht vollständig undurchsichtig, sondern transluzent: Es lässt Licht durch, verhindert aber klare Durchsicht. Je nach Muster, Struktur und Lichtverhältnissen sind nur Umrisse oder Schatten hinter dem Glas erkennbar. Wer maximale Blickdichtigkeit benötigt, sollte Muster mit dichter Prägung wählen oder Ornamentglas mit satiniertem Glas kombinieren.















