U-Wert

Wärmedurchgangszahl, zur Ermittlung des Wärmeverlustes an Bauteilen und Bauelementen. Gibt an, wieviel Energie in Watt pro m2, bei einer Temperaturdifferenz von 1° Kelvin, von der Innenluft an die Außenluft verloren geht. Je niedriger dieser Wert ist, desto weniger Wärme geht verloren. Der Ug Wert einer Isolierglasscheibe ist abhängig vom Scheibenzwischenraum und dem im Scheibenzwischenraum enthaltenen Medium (Luft, Argon). Leitfähige Werkstoffe (Metalle) haben einen höheren U-Wert als stärker isolierende.

Ausführliche Definition: Die energetischen Kennwerte, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, von Fenstern und Türen werden seit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Februar 2002 als U-Werte gekennzeichnet. Der K-Wert findet keine Berücksichtigung mehr. Folgende U-Werte-Kennzeichen sind den Materialien zugeordnet:
• Uf = Kennwert (Wärmedurchgangskoeffizient) für das Rahmenmaterial
• Ug = Kennwert für das Glas im Scheibenzentrum nach DIN 673
• Uw = Kennwert für das ganze Fenster nach DIN EN ISO 10077-1
• UwBW = Bemessungswert für das ganze Fenster nach DIN 4108-4 nach Standardgröße 1240 x 1480
• Ud = Kennwert für eine Haustür
• Usb = Kennwert für den Rollladenkasten

Der U-Wert wird angegeben in W/(m²K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) und bezeichnet den Wärmeverlust in Watt pro Quadratmeter Flächenanteil des Bauteils, pro 1 ° Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite, bezogen auf die Zeiteinheit (in der Regel 1 Jahr). Die europäische Regelung der Uw-Werte Auf Europäischer Ebene muss der U-Wert von Bauteilen genau berechnet werden. Dabei werden die Flächen der Einzelbauteile ins Verhältnis zum U-Wert der Einzelmaterialien gesetzt. Folgende unten aufgeführte Kennwerte sind dabei berücksichtigt. Die tatsächlich berechneten bzw. gemessenen U-Werte der Einzelmaterialien sind dabei:
• U-Wert Rahmen nach Prüfzeugnis und m2 Anteilsfläche
• U-Wert Glas nach DIN 673 und m2 Anteilsfläche
• PSI-Wert Glasabstandhalter und Länge in m
• PSI-Wert der im Scheibenzwischenraum befindlichen Sprossen und die Länge dieser in m
• Tatsächliche Größe des berechneten Bauteils Fenster

Durch die Berechnung erhält man unter Umständen für jedes Fenster einen anderen individuellen aber reellen Uw-Wert in W/(m²K). Die Deutsche Ausnahmeregelung UwBW nach DIN 4108-4 Für den deutschen Markt wurde kurz nach Einführung der EnEV 2002-02 eine Sonder- regelung eingeführt. Die für den deutschen Markt novellierte EnEV führt den UwBW, den sog. Bemessungswert für Fenster, ein. Begründet wird die Einführung der Sonderregelung damit, dass für den „kleinen Verarbeiter“ der Aufwand der Einzelberechnung unzumutbar ist und eine Ausweisung der U-Werte wie bei der vorherigen Wärmeschutzverordnung (WSVO) möglich bleiben muss. Dazu wurde die DIN 4108-4 angepasst und die Einflussnahme der Glasabstandshaltermaterialien und Sprossenanteile in der Bemessung der U-Werte ergänzt. Die tatsächlich berechneten bzw. gemessenen U-Werte der Einzelmaterialien sind dabei:
• U-Wert Rahmen als Bemessungswert nach Tabelle zum UfBW
• U-Wert Glas nach DIN 673
Glasabstandhalter als „Warme Kante“ (üblicherweise wird Aluminium eingesetzt, eine Optimierung ist mit Edelstahl oder Kunststoffverbundmaterialien, sog. Warme-Kante, möglich) mit pauschal 0,1 als Bonus auf den Uw-Wert
• Sprossen werden pauschal berücksichtigt und mit Malus-Punkten belegt
• Standardgröße des berechneten Bauteils Fenster immer 1240 x 1480 mm

Die für den deutschen Markt novellierte EnEV legt fest, dass die Wärmedurchgangs- koeffizienten von Bauteilen nach der Bauregelliste Teil A zu definieren sind, diese schreibt die Bemessung nach DIN 4108-4 vor, den UwBW-Wert für Fenster in W/(m²K)

Ü-Zeichen

Laut Landesbauordnung, im Zusammenhang mit der Bauregelliste des deutschen Institut für Bautechnik, müssen Fenster- und Türelemente in Bezug auf ihre wesentlichen Anforderungen mit dem Ü-Zeichen (= Übereinstimmungs-Zeichen) gekennzeichnet werden. Das Ü-Zeichen ist auf dem Bauprodukt oder auf seiner Verpackung oder, wenn dies nicht möglich ist, auf dem Lieferschein anzubringen. Wesentliche Anforderungen für Fenster und Fenstertüren sind:
• der Wärmedurchgangskoeffizient “Uw“ des Fensterelementes (Rahmen und Verglasung)
• der Gesamtenergiedurchlaßgrad “g“ der Verglasung
• der Fugendurchlasskoeffizient “a“
• der Schalldämmwert Rw,R (wenn Schallschutz gefordert wird)

Das Ü-Zeichen wird inzwischen weitgehend durch die europaweit gültige CE-Kennzeichnung ersetzt.

Überschlag

Überschlag ist der Profilüberstand des Flügels über den Blendrahmenfalz und den Blendrahmen (Flügelüberschlag).
Außerdem wird auch der äußere Anschlag des Blendrahmens für den Flügel (Blendrahmenüberschlag) so genannt.

Unterlicht

Unterer Teil eines horizontal geteilten Fensters, der meist starr ausgeführt ist. (Quelle: Wikipedia)

Uw,BW-Wert

Siehe auch Uw-Wert. Mit dem Unterschied, dass beim sogenannten Bemessungswert (BW) von einer Standardgröße 1240 x 1480 mm der U-Wert unter Zuhilfenahme von sogenannten Korrekturfaktoren über ein Tabellenverfahren ermittelt wird.

Uw-Wert

Dieser Wert nach DIN EN ISO 10077-1 (früher: k-Wert) heißt auch Wärmedurchgangskoeffizient und wird gemessen in Watt pro Quadratmeter und Kelvin W/(m2K). Er gibt die Wärmemenge an, die bei einer konstanten Temperaturdifferenz von 1 Kelvin (K) zwischen innen und außen durch 1 m2 des Fensters fließt.

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw setzt sich aus dem Wärmedurchgangswert des Rahmen- und Flügelprofils (Uf), der Verglasung (Ug) und dem verwendeten Glasrandverbund zusammen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Fensters (s. Formel zur Uw-Wert-Berechnung).

Mit der unten stehenden Formel berechnet Ihr Weru-Fachbetrieb den genauen Uw-Wert für Ihre Fenster.

In der Formel bedeutet:
Ag = Fläche Glas; Ug = U-Wert Glas nach DIN 673; Af = Fläche Rahmen; Uf = U-Wert Rahmen nach DIN 12412-2; lg = Umfangslänge Glas; ψg = längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient Glasrandverbund nach DIN 10077-2; lSprosse = Länge der Sprosse; ψSprosse = längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient der Sprosse