Taupunkt

Luft kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern und als Kondensat wieder abgeben. Die Menge des maximal aufnehmbaren Wasserdampfes ist von der Lufttemperatur abhängig. Luft von 0 °C beispielsweise kann 5 g Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen, Luft von 20 °C dagegen bereits 17 g/m3. Diese maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge entspricht einer jeweiligen relativen Feuchtigkeit von 100 %. Umgekehrt wird bei der Kühlung von Luft irgendwann der sogenannte Taupunkt erreicht. Es entsteht Kondensat, bevorzugt an den (kälteren) Oberflächen von Außenbauteilen wie etwa in Zimmerecken oder Fensterlaibungen. Den Feuchtegehalt in Wohnräumen kann man durch richtiges Lüften beeinflussen und die Oberflächentemperatur an den Außenbauteilen wird durch die Wärmedämmung der Konstruktion bestimmt.

Tauwasser

Tauwasser (oder Kondensation) entsteht, wenn die Luft durch Abkühlung nicht mehr in der Lage ist die ursprüngliche Menge Wasser zu speichern. Damit Tauwasser entsteht müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein:

• Die Scheiben müssen außen kälter sein als die umgebende Außenluft.
• Die Außenluft ist mit hoher Luftfeuchtigkeit gesättigt.

Luft kann nur eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen und zwar umso mehr, je wärmer sie ist. Trifft die gesättigte Luft nun auf die kalte Scheibe kühlt sie ab und muss daher einen Teil der enthaltenden Feuchtigkeit an die Oberfläche abgeben. Das Wasser kondensiert auf der Scheibe, die Scheibe beschlägt. Je besser/niedriger der Ug-Wert der Scheibe (siehe Ug-Wert) desto schneller kann es zu Kondensation auf der Außenscheibe kommen. Hauptsächlich gibt es Kondensation auf der Außenscheibe in den Übergangsphasen vom Herbst in den Winter und vom Winter in den Frühling.
Völlig tauwasserfreie Fenster sind mit derzeit üblichen Fensterkonstruktionen nicht zu erreichen. Dieser Sachverhalt findet sich auch in den anerkannten Regeln der Technik wieder. In der DIN 4108-2: 2003-07 ist unter Abschnitt 6.2 formuliert: „Die Tauwasserbildung ist vorübergehend und in kleinen Mengen an Fenstern sowie Pfosten-Riegel-Fassaden zulässig, falls die Oberfläche die Feuchtigkeit nicht absorbiert und entsprechende Vorkehrungen zur Vermeidung eines Kontaktes mit angrenzenden empfindlichen Materialien getroffen werden.“ Etwas anschaulicher ausgedrückt darf Tauwasser im Bereich der Glasleisten entstehen, jedoch nicht in solchen Mengen, dass sich auf Dauer Schäden einstellen könnten“.

Thermografie

Die Thermografie (auch Thermographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das Temperaturverteilungen sichtbar macht. Genaugenommen ist die Thermografie eine Kontakttechnik, während die kontaktlose Technik, die die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers mit Hilfe von Spezialkameras sichtbar macht, Infrarotthermografie heißt. Heutzutage wird aber meist Thermographie als Synonym für die Infrarotthermografie verwendet. (Quelle: Wikipedia)

Thermopane

Alter Produktname für Mehrscheiben–Isolierglas, der 1954 auf den deutschen Markt kam und heute noch häufig benutzt wird, wenn allgemein von Isolierglas gesprochen wird. Unter dem Produktnamen „Thermopane“ wurde in den USA 1938 ein Isolierglas mit gelötetem Randverbund patentiert, das 1954 in Lizenz auf den deutschen Markt kam. Dieser Markenname wurde in der Umgangssprache zu einem Gattungsbegriff, der fortlebte, als die Produktion längst eingestellt worden war. Der gelötete Randverbund wurde vom geklebten abgelöst.

TPS

TPS ist ein Scheiben-Abstandshalter aus Kunststoff. Im Gegensatz zu Aluminium-Abstandshalter hat ein TPS-Abstandshalter eine geringere Wärmeleitfähigkeit. Dadurch erhöht sich die Scheibentemperatur im Randbereich der innen liegenden Scheibe und verringert somit die Schwitzwasserbildung (Kondensat) auf der Scheibe.

Trockenverglasung

Hier wird die Verglasung über Dichtprofile zum Flügelprofil hin abgedichtet. Die Dichtigkeit wird über einen entsprechenden Anpressdruck der Dichtung sichergestellt. Vorteil gegenüber der Nassverglasung ist die leichtere Austauschbarkeit der Verglasung

Türflügel

(auch Türblatt) ist auf den Türbändern drehbar gelagert.

Türzarge

Türrahmen – verdeckt die Leibung. Bei Holztüren besteht die Zarge aus einem Rahmen (Türfutter), in den der Falz eingearbeitet ist. Für Türen aus Metall gibt es die Leibung umfassende Elemente bzw. geeignete Eckprofile. An der Türzarge sind auf der einen Seite das Türband, auf der anderen das Schließblech angebracht.

TwinLock

Verdeckt liegende Türfangeinrichtung. Ein wirksamer Schutz gegen „ungebetene Besucher“. Dank der Türfangeinrichtung öffnen Sie die Tür zunächst nur einen Spalt breit. Weit genug, um herauszuschauen, aber nicht weit genug, um hineinzugelangen. Früher häufig als Kette eingesetzt, die jedoch den Türflügel beschädigt hat.