Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) trat am 1. Februar 2002 in Kraft. Ihr Ziel ist eine Energieeinsparung von bis zu 30 % gegenüber der früher gültigen Wärmeschutzverordnung von 1995. Erreicht werden soll dies mit einem „verschärften Standard“ für die Wärmedämmung am gesamten Gebäude (Umhüllungsflächen). Auch für Fenster und Haustüren sind Mindestanforderungen an den Wärmeschutz definiert. Für Sonderverglasungen sind abweichende Werte erlaubt.

Renovierung:
•    Fenster: Uw-Wert < 1,3 W/(m2K)
•    Haustür: Ud-Wert < 1,8 W/(m2K)

Neubau:
•    Fenster Uw-Weru < 1,3 W(m2K)
•    Haustür: Ud-Wert < 1,8 W/(m2K)

(Stand: Änderung EnEV 2014)

Neu zu errichtende Gebäude:
Bei Neubauten gibt es keine Bauteilwerte für Fenster und Haustüren, also auch keine minimalen oder maximalen U-Grenzwerte. Für Neubauten muss der Planer oder Energieberater eine Gesamtenergiebilanz erstellen, bei der die U-Werte mit einfließen. Da die Fenster die Wärmeverluste in der Gesamtenergiebilanz stark beeinflussen, sollten sie optimal wärmeschützend ausgeführt sein. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts. In ihr werden von der Bundesregierung auf der rechtlichen Grundlage der Ermächtigung durch das Energieeinspargesetz (EnEG) Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vorgeschrieben. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

Die Energieeinsparverordnung ersetzte die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) und fasst diese zusammen. Ihre erste Fassung trat am 1. Februar 2002 in Kraft, die zweite Fassung (EnEV 2004) 2004. Zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde eine Neufassung erstellt, die seit dem 1. Oktober 2007 gültig ist. Am 01.10.2009 wurde die EnEV abermals novelliert, die U-Werte wurden für den Neubau aber auch für bestehende Gebäude nach unten korrigiert. (Siehe Energieeinsparverordnung).

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